Freiwillige Feuerwehr Trautskirchen/Buch

Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr 

 

Die Geschichte der Feuerwehren Trautskirchen und Buch

 

1862

Gründung der freiwilligen Feuerwehr Trautskirchen


"Es wurden gewählt zwei Spritzenmeister, davon der eine die Spritze und der andere den Schlauch zu dirigieren hat. Zwölf Männer zum Pumpen an der Maschine. Das Wasser in die Spritze zu tragen ist jede Person angewiesen. "

1898

Die Pflichtwehr aus dem Bestand der freiwilligen Feuerwehr

1928

Anschaffung der ersten Motorspritze

1957

Bau des Feuerwehrgerätehauses mit Trockenturm und Schlauchwaschanlage

1968

Anschaffung der Motorspritze TS 8/8 mit Anhänger


Motorspritze

 

 

 

 

 

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1972

110-jähriges Jubiläum 29.07.1972 und 30.07.1972


Festschrift 1972

 

 

 

 

 

 

 

(Auszüge aus der Festschrift)

1979

Anschaffung des Löschfahrzeugs VW LT 31


Feuerwehrauto VW LT 31

 

 

 

 

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1987

125-jähriges Jubiläum


Mannschaft 1987

 

 

 

 

 

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1999

Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses mit Schlauchtrockenturm


Feuerwehrgerätehaus Trautskirchen

 

 

 

 

(Auszüge aus der Festschrift)

1999 

Anschaffung des neuen Löschfahrzeugs LF 8/6

                       

Feuerwehrauto LF 8/6

 

 

 

 

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2016

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Geschichte der Feuerwehr Buch

1885 - 1890

Gründung der freiwilligen Feuerwehr Buch

1972

Gemeinde Buch wird eingemeindet in die Gemeinde Trautskirchen

1970 - ?

Bau des Feuerwehrgerätehauses in Buch in den 70igern


 

Genauere Angaben sind hierzu leider noch nicht verfügbar.

 

 

 

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1979

Feuerwehr Buch erhält einen Anhänger aus Trautskirchen


Feuerwehranhänger Buch

 

 

 

 

 

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Bedeutende Brandeinsätze

1864

Erster Brandeinsatz in Einersdorf

1866

Brandeinsatz in Neuhof

1970

Schweinestallbrand in Buch

1973

Scheunenbrand in Hohenroth

1973

Flugzeugabsturz im Schußbachwald

1979

Scheunenbrand in Trautskirchen

1983

Flächen- und Waldbrand in Stöckach

1983

Stall- und Scheunenbrand in Daubersbach

1986

Stallscheunenbrand in Schußbach

1990

Stallscheunenbrand in Merzbach

1996

Scheunenbrand in Buch

1998

Werkstattbrand in der Stöckacher Mühle

Das Wappen von Trautskirchen 

Wappen Trautskirchen

 

Festschrift 1972

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Trautskirchen:

(aus der Festschrift von 1972)

Trautskirchen, in einem romantischen Teil des mittleren Zenntals, kann mit ihrer Freiw. Feuerwehr auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Da schon in den Jahren vor 1848 für das Feuerlöschen in Trautskirchen Anzeichen vorhanden waren. Es war ein Dienst der nicht freiwillig, sondern mit den Frondienstleistungen verbunden war.

In dieser Zeit hatte in den meisten Fällen nur der Schlossherr zu bestimmen. Im Jahre 1848 war die Zeit gekommen, dass die Bürger unseres Dorfes von vielen Pflichten befreit wurden. Aus alten Niederschriften und Salbüchern sehen wir, dass es auch beim Feuerlöschen oft große Schwierigkeiten gab, dann fehlte es an nötigen Führungskräften, an Geräten, Eimern, bei Nacht an Wasserträgern usw.

Um das Jahr 1855 fand sich eine Anzahl verantwortungsbewusster Männer zusammen, um eine Feuerwehr ins Leben zu rufen. Der damalige Vorsteher Räbel hatte es in die Wege geleitet, mit den Worten: ,,Wir müssen uns einig werden, einander zu helfen, wenn nicht im Ernstfall unser ganzes Dorf niederbrennen so11.'' Auch der Schlossherr Baron Karl von Seckendorff hat sich dem Ruf des Vorstehers Räbel angeschlossen. Es fanden sich bald 13 Männer zu einer Wehr. Nach und nach vergaß man die Zeit der Pflichterfüllung, es wurde der Gemeinschaftsgeist wach.

Ende der fünfziger Jahre des 18. Jahrhunderts sah man einen Erfolg. Gemeinschaftsgeist und praktischer Bürgersinn mögen die Triebfeder zu ihrem Handeln gewesen sein. Man kann es sich als ein Zeugnis für die Treue zur Heimat und die Beharrlichkeit in der Sache werten, wenn heute noch die Nachfahren dieser Gründungsmitglieder in der dritten oder vierten Generation in Trautskirchen ansässig sind und der Freiw. Feuerwehr angehören.

Im  Jahre  1861 -62  hatte  man  den Entschluss  gefasst,  auf  breiter  Basis eine Freiw. Feuerwehr zu gründen. Nachbarorte haben von diesem Zusammenschluss gehört und haben ihre Wünsche laut werden lassen. Am 16. März 1862 wurde dann die Freiw. Feuerwehr Trautskirchen gegründet. Es wurde sofort von den Orten der Kirchengemeinde um Anschluss nachgesucht. Man kam soweit, dass man die Gemeinde Buch mit ihren fünf Orten, sowie die Orte Daubersbach, Kräft und Hohenroth mit Trautskirchen zu einem Verband der Freiw. Feuerwehr zusammenschloss und die Bezeichnung Freiw. Feuerwehr auf kirchengemeindlicher Ebene führte.

Peter Engerer wurde als Führer und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr des Löschverbandes bestellt, Simon Hecht Löschmaschinenführer und Christian Greiner Schlauchführer. Es waren 57 Mitglieder bei der Gründung.

Der Chronist schreibt, dass man schon am 12. Juni 1860 ein Gesuch, mit der Bitte um einen Zuschuss zum Ankauf einer Löschmaschine, eingereicht hat. Das Gesuch wurde von seiner Majestät des Königs von Bayern und der Regierung von Mittelfranken genehmigt. Die Münchener-Aachener Feuerversicherung hatte die Anweisung erhalten, wenn die Gemeinde Trautskirchen die Bedingungen nach Erhalt der Löschmaschine erfüllt hat, und diese von zwei Sachverständigen geprüft und für vollkommen tüchtig und zuverlässig befunden wurde, kann der Zuschuss von 500 Gulden ausbezahlt werden. Nach einem Beschluss der Gemeinde Buch vom 7. Juli 1861 will diese als Mitteilhaber an der in Trautskirchen angeschafften Feuerlöschmaschine beitreten, jedoch nur dann, wenn alle Orte der Pfarrgemeinde Trautskirchens sich unter gleichen Bedingungen anschließen. Dieser Beschluss wurde von 29 Mitgliedern getragen.

alter Schlauchwagen

Der Gesamtbetrag für Löschmaschine und Schläuche betrug laut Rechnung 1100 Gulden. Es wurde in dieser Zeit eine Kasse angelegt, die den Namen Feuerkasse trug, als Kassier wurde Peter Engerer bestimmt. Um die Kosten der Löschmaschine zu decken, wurde Haus-, Grund-, Gewerbe- und Kapitalsteuer angezogen, und zwar der Steuergulden zu 23 Kreuzer.

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 Aus einem Protokoll vom 16. März 1862.

Es wurden gewählt zwei Spritzenmeister, davon der eine die Spritze und der andere den Schlauch zu dirigieren hat. Zwölf Männer zum Pumpen an der Maschine. Das Wasser in die Spritze zu tragen ist jede Person angewiesen.

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Da es weder Telefon, Funk noch Autos gab, waren Glockenläuten und Reiter die ersten Feuermelder. Die rasch steigenden Mitgliederzahlen lassen auch noch heute erkennen, welche begeisterte Zustimmung die Gründung unserer Freiwilligen Feuerwehr bei der Bevölkerung gefunden hat. Die Begeisterung allein wird auch damals nicht ausgereicht haben, um eine wirksame Brandbekämpfung zu gewährleisten. Man erkannte bald, dass das rasende Element Feuer mühsam aufgebaute Werte vernichten kann. So war man bemüht, die Ausbildung der Mannschaft voranzutreiben.

Der Maurermeister Sixtus Link wurde beauftragt, einen Plan, sowie einen Kostenvoranschlag für den Bau eines Feuerwehrhauses zu erstellen. Der Bau wurde nicht ausgeführt, da sich der Schlossherr bereit erklärte. einen Platz im Hausflur des Schlosses bereitzustellen. Eine weitere Festlegung war wie folgt: Derjenige, der zuerst seine Pferde im Falle eines Brandes vor die Spritze einspannt erhält einen Preußentaler, der Zweite nur einen Kronentaler.

Nach der Gründung des Freiwilligen Löschverbandes war im Jahre 1864 der erste Einsatz beim Brand in Einersdorf, am 11. Januar bei dem Wagnermeister Königer. Am 10. August 1866 wurde die Wehr nach Neuhof gerufen. In den Jahren des Bestehens des Freiwilligen Löschverbandes sind 19 Einsätze aufgezeichnet. Durch die fortschreitende Modernisierung hat man uns gezeigt, wie notwendig es war, im Feuerlöschwesen Schritt zu halten. Im Jahre 1889, am ersten April, wählte man Georg Würflein zum Kommandanten. Neun Jahre später teilte sich die Freiwillige Feuerwehr zusätzlich noch in eine Pflichtwehr. Nach dem Protokoll vom 25. April 1923 wurde beschlossen: Sämtliche Mitglieder der Feuerwehr, die sich von den Übungen entbinden lassen,haben den Betrag von 2000,- Mark zu entrichten. Wer ohne Grund von der Übung wegbleibt, hat eine Strafe von 100,- Mark zu bezahlen. Man sah nach dem ersten Weltkrieg, dass die Führung von Kommandant Georg Würflein eine Lebensaufgabe war, denn dieser war ein Idealist vom Scheitel bis zur Sohle. 1916 bei einem Brand im Anwesen Reitzammer in Trautskirchen standen ihm keine Wehrmänner zur Verfügung, sondern nur Frauen, Mädchen und junge Burschen, und er schaffte es trotzdem, dass das Wohnhaus, sowie die eng verbaute Umgebung gerettet werden konnte. Nach einer Dienstzeit von 30 Jahren, als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Trautskirchens, erfüllte man seinen Wunsch und stellte eine junge Kraft an die Kommandostelle.

Am 9. März 1924 wurde durch Wahl Johann Würflein zum Kommandanten bestimmt. In der Versammlung vom 10. März 1929 hat man den Antrag eingebracht, innerhalb der Feuerwehr Trautskirchens eine Sterbekasse auf Gegenseitigkeit zu gründen.

Die Alarmierung erfolgte immer noch durch Glockengeläute und Hornisten. Der Hornisten dienst war oft sehr entscheidend, man kannte ja noch keine Melder. Sie mussten mit der Mannschaft die Signale kennen. Wenn das Signal Wasser, kein Wasser, Schlauchverlängerung oder bei  höchster  Gefahr, der Hörnerruf ertönte, zurück, ohne Geräte oder nur zurück. Durch die fortschreitende Modernisierung hat man uns gezeigt wie notwendig es war, auch im Feuerlöschwesen Schritt zu halten. Im Jahre 1928 wurde eine Tragkraftspritze mit dem nötigen Zubehör angeschafft. Johann Ittner wurde die Motorspritzenführung übertragen.

alte Motorspritze

In den Kriegsjahren von 1939-1945 waren die meisten der Wehrmänner eingerückt. Der Krieg forderte unter ihnen viele Opfer, auch für die in der Heimat war es äußerst schwierig, unter den gegebenen Umständen das Feuerlöschwesen instand zu halten. In den Jahren von 1939 bis 1945 sind nur Protokolleintragungen getätigt worden, wenn die Wehr im Einsatz war.

Aus dem Dienstbuch, welches 1890 angelegt wurde, kann man die Eintragungen von 28 Bränden feststellen, darin ist das jeweilige Datum und die Zeit zu finden. In der Zeit des Krieges gingen viele Ausrüstungsgegenstände und Schlauchmaterial verloren.

Am 6. 1. 1949 wurde Andreas Würflein zum Feuerwehrkommandanten gewählt. Er löste seinen Vater ab, welcher auch 30 Jahre lang als Feuerwehrkommandant tätig war.

Am 6.1.1949 hatte man das Feuerlöschgesetz der Militärregierung bekannt gegeben. In dem die Geräte der Wehr an verschiedenen Stellen untergebracht waren, hat man sich unter dem eisernen Willen des Kommandanten und mit viel Idealismus von Seiten der Wehrmänner, sowie der Bevölkerung, desgleichen von Seiten des Gemeinderates mit Bürgermeister Fischer, zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehaus entschlossen.

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Jubelwehr schon wieder bei sieben Bränden in Einsatz. Das Jahr 1960 brachte für die Freiwillige Feuerwehr Trautskirchens einen großen Fortschritt. Es wurde in der Zeit die Wasserleitung gebaut, es war nicht nur ein großer Erfolg für die Gemeinde selbst, sondern durch den Einbau von Hydranten auch für die Feuerwehr ein großer Fortschritt und eine große Erleichterung. Durch die Wasserentnahme aus dem Hydranten ist eine schnellere Brandbekämpfung in den Orten Trautskirchen, Einersdorf, Dagenbach, Stöckach und Hohenroth möglich. Es wurde von zwei Löschgruppen die Leistungsprüfung abgelegt.

Im Jahre 1968 entschloss man sich, eine neue Spritze anzuschaffen. Es wurde von der Firma Paul Ludwig, Bayreuth,, eine neue Motorspritze TS 8/8 mit Anhänger gekauft. Mit der Übergabe der neuen Motorspritze wurde die Ehrung von langjährigen Mitgliedern vorgenommen.

Vorsitzender Georg Fischer aus Trautskirchen erhielt das goldene Feuerwehr-Ehrenabzeichen-in Silber Andreas Würfle, Leonhard Hecht und Karl Schmidt, in Bronze Georg Eitel und Hans Sturm. Der derzeitige Bürgermeister Hans Würflein betonte in seiner Ansprache, dass die Anschaffung einer neuen Motorspritze nicht aus eigennützigen Motiven heraus entsprang, sondern von dem  Gedanken getragen wurde, den Feuerschutz in der Gemeinde ausreichend zu sichern und um bei Bränden dem Naturelement Feuer jederzeit wirkungsvoll begegnen zu können, wenn es darum geht, wertvolles Volksgut vor Zerstörung zu bewahren.

An dieser Stelle soll allen, die in dieser Chronik nicht besonders namentlich genannt wurden, für den gezeigten Idealismus und die selbstlose Opferbereitschaft am Dienst der guten Sache, gedankt werden.

Mögen sie jung oder alt sein, für alle gilt das Motto:

               „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!'“

Gz. Fischer, 1. Vorstand

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