Freiwillige Feuerwehr Trautskirchen/Buch

Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr 

 

Schutzpatron und geschichtliches zur Feuerwehr

Der Schutzpatron der Feuerwehren ist Florian von Lorch (geboren im dritten Jahrhundert, gestorben 4.Mai 304) und als heiliger Sankt Florian bekannt, er wird vor allem in der katholischen und orthodoxen Kirche verehrt. Florian war Offizier in der römischen Armee und befehligte eine Einheit zur Feuerbekämpfung. Aus diesem Grund wird er in Darstellungen immer in römischer Uniform und mit Löscheimer gezeigt.

 

St. Florian

Aufgrund dieser Tatsache werden Feuerwehrleute auch Floriani- oder Floriansjünger genannt, der Funkrufname leitet sich ebenfalls aus Florian ab. So wird dieser zusammengesetzt aus "Florian" und dem Ortsnamen der jeweiligen Feuerwehr. Zu seinem Gedenktag (4. Mai) wird eine Floriansmesse (katholisch) gehalten, zu der die Feuerwehrleute in Ausgehuniform erscheinen. In evangelisch geprägten Gegenden wird ein "Gottesdienst der Vereine" gehalten, wobei dieser wahrscheinlich keinen Bezug zum Sankt Florian hat. 

 

Der Leitspruch der Feuerwehr ist "Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr" und hat einen religiösen Hintergrund (Nächstenhilfe/liebe), eine neuere Abwandlung des Leitspruchs dürfte jedem bekannt sein "einer für alle und alle für einen". Eine nicht ganz ernst gemeinte Anrufung an Sankt Florian lautet "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus zünd andere an". 

Die Bekämpfung der Gefahren, die durch Brände entstehen, wurde schon damals als notwendig gesehen. Erst die Erkenntnis, dass der Bürger sich nicht alleine nur auf die Obrigkeit beruhen und verlassen, sondern vielmehr sein Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte, trug maßgeblich zur Gründung von Freiwilligen Feuerwehren bei. 

Freiwillige Feuerwehren wurden in Deutschland ab 1846 gegründet wobei die erste Gruppierung bereits 1835 in Nordrhein-Westfalen entstand. Die meisten Wehren sind aus politisch revelutionären Turnvereinen hervorgegangen und hatten eine stärkere demokratische Selbstbestimmung als Ziel.

Die feuerwehrtechnische Ausrüstung bestand in der vorindustriellen Zeit aus einfachen Hilfsmitteln, wie Eimern, Leitern oder Einreißhaken. Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde, später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Handpumpen, so genannte Feuerspritzen verwendet, die von der Löschmannschaft an die Einsatzstelle gezogen wurden. Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors verbesserte sich auch die Ausrüstung der Feuerwehren: Motorspritzen und selbst fahrende Feuerwehrfahrzeuge erhöhten die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches. 

Beispielbild Telefon

Im Jahr 1948 wurden die einheitlichen Notrufnummern 110 und 112 etabliert, allerdings waren diese noch nicht bundesweit erreichbar. Am 23.09.1973 wurde das sogenannte "Notrufsystem 73" beschlossen, seit dieser Zeit sind die Notrufnummern 110 und 112 im kompletten Bundesgebiet erreichbar.

Wappen Trautskirchen

Die Geschichte unserer Wehr in Trautskirchen finden Sie in der Rubrik "Chronik", geschichtliches zu unserem Wappen bzw. dem Wappen der Gemeinde Trautskirchen finden Sie hier.

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(Quellensammlung: https://de.wikipedia.org/wiki/Florian_von_Lorch; https://de.wikipedia.org/wiki/Freiwillige_Feuerwehr; https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Feuerwehr#Entstehung_des_Begriffes_Feuerwehr)

(Bildquelle: www.stift-st-florian.at Fotograph: Kerschbaummayr)